Blitzer-Apps – Alles Wissenswerte

Blitzer-Apps gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Sowohl für iOS, als auch für Android betriebene Smartphones hat man mittlerweile die freie Auswahl. Doch darf ich die Blitzer-Apps überhaupt benutzen?

Sind Blitzer-Apps legal?

Genau gesagt befinden sich die sogenannten Blitzer-Apps in einer rechtlichen Grauzone. Der genaue Wortlaut des §23 Absatz 1 lautet: „Dem Führer eines Kraftfahrzeuges ist es untersagt, ein technisches Gerät zu betreiben oder betriebsbereit mitzuführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören.“ Experten streiten jedoch darüber, ob ein Mobiltelefon durch den Einsatz einer Blitzer-App zu eben solch einem Gerät wird. Auch wenn Autofahrern ein Bußgeld von 75 Euro und bis zu vier Punkte drohen. Die rechtliche Handhabe ist jedoch schwer, schließlich darf ein Polizist nicht ohne Weiteres ein Handy durchsuchen oder beschlagnahmen.

Vergleich iOS und Android

Große Unterschiede innerhalb der Betriebssysteme zwar nicht, dennoch sind einige der führenden Apps ausschließlich für das iOS-Betriebssystem bestimmt. So sind die Programme „iCoyote“, „Blitzer.de“ und „Vorsicht Blitzer!“ sowohl für iOS, als auch Android verfügbar, die Apps „POI-Warner“, „Tomtom Blitzer“ und „iSpeedcam“ lediglich für das iOS-Betriebssystem. Vom derzeitigen Platzhirschen „Blitzer.de“ existiert sowohl eine kostenlose, als auch eine kostenpflichtige Version. Für 4,99 Euro erhält man in der sogenannten „Plus-Version“ einen erweiterten Funktionsumfang und kann zum Beispiel auf eine Kartenansicht zurückgreifen. Aktualisiert werden die festen Radarfallen bei „Blitzer.de“ alle sieben Tage, die mobilen alle fünf Minuten. Größter Konkurrent der „Blitzer.de“-App ist „iCoyote“. Hier muss sich der Nutzer zunächst registrieren. Ist dies geschehen, so kann man als „Coyote Scout“ Statusmeldungen von 13 Blitzern empfangen. Außerdem werden andere Scouts angezeigt und geben so Aufschluss über die Aktualität der Einträge. Bei Tests wurde jedoch bei der App beklagt, dass selbst im Berufsverkehr meist nur wenige Scouts aktiv sind. Dafür ist „iCoyote“ aber auch komplett kostenlos.

Fazit

Auch wenn die Handhabung dieser Blitzer-Apps im Straßenverkehr denkbar einfach ist, so bleibt die Benutzung als Autofahrer verboten. Wer erwischt wird, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 75 Euro und bis zu vier Punkten in Flensburg rechnen. Solange das Gesetz aber keine rechtliche Griffigkeit für diese Apps schafft, werden sie auch weiter benutzt werden. Gut zu wissen: Nutzt der Beifahrer die App während der Autofahrt auf seinem Handy drohen dem Fahrer keine rechtlichen Konsequenzen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.