Der Untergang der SMS

Sonderlich erstaunlich ist es angesichts der wachsenden Konkurrenz für den „Short Message Service“ nicht, aber die SMS steuert langsam aber sicher auf ihren Untergang zu. Zu mächtig ist die Konkurrenz durch die Messaging-Dienste, zu gering die Lust der Kunden, für das Versenden von Textnachrichten zu bezahlen.

Ganz Aussterben wird die SMS aber auch in den nächsten Jahren vermutlich noch nicht. Im Vergleich zu einer Messaging-Nachricht wird eine SMS in 90 Prozent der Fälle innerhalb von drei Minuten geöffnet. Besonders für Firmen und Werbetreibende bleibt die SMS also zunächst effektiver als die Konkurrenz.

“WhatsApp“ verdrängt die SMS

Schon jetzt allerdings ist es so, dass per „WhatsApp“ rund 30 Milliarden Nachrichten versendet werden, per SMS lediglich 20 Milliarden. Der Unterschied mag zwar noch nicht groß erscheinen, bis vor zwei Jahren war die SMS aber allen Konkurrenten noch haushoch überlegen. Aber nicht nur „WhatsApp“ mausert sich zur größten Konkurrenz für den Klassiker. Auch die einzelnen Messenger-Dienste der großen Unternehmen wie „Facebook“ oder „Google“ laufen der SMS den Rang ab. Experten gehen zwar davon aus, dass die SMS für die Geschäftswelt in den nächsten Jahren noch unersetzlich bleibt, vor allem aber bei Jugendlichen Nutzern scheint die gute alte Kurznachricht mittlerweile ausgedient zu haben. Laut Statistik kommunizieren 90 Prozent der jugendlichen Smartphone-Nutzer (16-20 Jahre) ausschließlich über Messaging-Dienste. Insgesamt verwenden 16 Prozent aller Smartphone-Nutzer ausschließlich Messenger zum Versenden ihrer Nachrichten. Der Grund dafür ist das wachsende Angebot an Internetflatrates, Datenpaketen und der raschen Verbreitung der Messenger.

Das führt dazu, dass sich die Zahl aller versendeten SMS innerhalb von nur zwei Jahren mehr als halbiert hat. Eine Vorwarnung darauf bekam die Branche bereits 2013 zu spüren. Damals gab es den ersten Einbruch (37%) in der sonst tadellosen Statistik der „Short Messages“.

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